Zum Einstieg berichteten wir von unserem Workshop beim Überland Festival in Görlitz und stellten den Ansatz „Mutual Aid“ – gegenseitige Hilfe vor. Dahinter steht die Idee, Krisen durch solidarisches Handeln, gemeinsame Ressourcen und gegenseitige Unterstützung zu bewältigen. Auch die Idee des „resilienten Dorfes“ stieß auf großes Interesse.

Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden über ihre aktuellen Vorhaben und Herausforderungen aus. Dabei wurde deutlich, dass viele ähnliche Fragen beschäftigen: Wie erreichen wir Menschen, die sich bisher kaum an Veranstaltungen und Beteiligungsangeboten beteiligen? Welche Zugänge funktionieren tatsächlich? Und wie können bestehende Strukturen trotz unsicherer Perspektiven weiterarbeiten?

Gerade die Schwierigkeit, Menschen für Beteiligung zu gewinnen, wurde mehrfach angesprochen. Ein möglicher Ansatz: Nicht darauf warten, dass Menschen zu Veranstaltungen kommen, sondern selbst dorthin gehen, wo sie leben. Ein Teilnehmer berichtete von Plänen, gezielt Dörfer zu besuchen und im direkten Gespräch herauszufinden, welche Themen und Bedarfe die Menschen vor Ort beschäftigen. Daraus ergaben sich bereits erste Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit. Wir wollen unsere Planungen künftig stärker miteinander abstimmen, Kontakte teilen und uns gegenseitig ergänzen. Denn gerade mit begrenzten Ressourcen müssen nicht alle alles allein machen.

Unser Fazit: Der Online-Stammtisch bietet Raum für fachliche Impulse, kollegialen Austausch und auch für die Sorgen und Unsicherheiten, die zivilgesellschaftliche Arbeit begleiten. Unterschiedliche Menschen und Organisationen bringen ihre Perspektiven ein, entdecken Gemeinsamkeiten und entwickeln neue Verbindungen. Genau darin liegt für uns eine wichtige Stärke des Forum Beteiligung Lausitz.

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