Jetzt planen wir einen mobilen Escape Room

Er schließt die Lücke, schlägt eine Brücke oder weckt einfach nur Interesse – für das, was um uns herum passiert. Gemeinsam mit dem Verein „Politik zum Anfassen“ haben wir in größerer Runde gesammelt, was die Lausitz und den aktuellen Strukturwandel ausmacht, was typisch ist, was besonders ist und was nicht in Vergessenheit geraten darf. Wenn unser mobiler Escape Room fertig ist, wollen wir damit zum Beispiel Stadt- und Dorffeste besuchen, um mit den Rätseln über die Lausitz und den Strukturwandel ins Gespräch zu kommen.

Was ist ein Escape Room?

Normalerweise handelt es sich um einen geschlossenen Raum, aus dem man sich befreien oder herausrätseln muss. Er hat meistens ein bestimmtes Thema und ist entsprechend eingerichtet. Die Spielenden gelangen über eine Geschichte in eine bestimmte Situation, die in diesen Raum passt und müssen nun eine Abfolge von Rätseln lösen, um den Raum wieder verlassen zu können.
Der Verein „Politik zum Anfassen“ konzipiert, plant und produziert mobile Escape Rooms, die aus einem Pavillon-Gestell und aufhängbaren Planen bestehen. Diese sind so bedruckt, dass sich die Spielenden in einen thematischen Raum versetzt fühlen.

Ein Escape Room für die Lausitz

An Themen, Fragen und Kuriositäten mangelt es in der Lausitz wahrlich nicht. Was ist jedoch der Ort oder der Raum, der sinnbildlich für die Lausitz steht und so in keiner anderen Region zu finden ist?
Der Leitstand der Abraumförderbrücke F60 in Lichterfeld im früheren Tagebau Klettwitz-Nord wäre so ein Ort. F60 heißt sie übrigens, weil ihre Kohlebagger sowohl 30 Meter in die Höhe als auch in die Erde reichen und damit auf 60 Meter Reichweite kommen. Das wäre schon Stoff für ein erstes Rätsel.

Der mobile Escape Room steht als Blickfang da

Er ist natürlich nicht geschlossen. Wer gern spielt und rätselt, kommt hier dennoch auf seine Kosten. Überall sind Hinweise versteckt – im Spind, auf Monitoren, beim Blick aus den riesigen Fenstern, im Bücherregal oder an der Pinnwand.

Wir sind sehr gespannt, welcher Raum es am Ende wird und wie er wirkt – sowohl optisch als auch mit Blick auf unseren Wunsch, eine Brücke zum Leben in der Lausitz und zum Strukturwandel zu schlagen. Wir bauen gewissermaßen eine Förderbrücke, die Gesprächsstoff zu Tage fördert.

Der mobile Escape Room ist ein Projekt im Rahmen des Teilhabefonds und wird von Lausitzer Perspektiven e.V. umgesetzt. Die Bürgerregion Lausitz und der Teilhabefonds sind gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und mit Mitteln des Landes Brandenburg.

Das Zentrum für Kinder und Jugendbeteiligung war mit Janin Viere und Paul Fichtner beim Rätseln mit dabei. Foto: Magdalena Filser

Am Beispiel Escape Room von "Politik zum Anfassen" wurden wir mit dem Konzept des mobilen Escape Rooms vertraut.

Die Escape Room Arbeitsgruppe. Foto: Greta Gerbeth

Außenbereich der "Kaiserlichen Postagentur" in Raddusch. Foto: Magdalena Filser

Es wurden fleißig Rätsel entworfen und Themenfelder erarbeitet. Foto: Greta Gerbeth

Beim gemeinsamen Brainstorming kamen viele Ideen zusammen. Foto: Magdalena Filser

Beim gemeinsamen Brainstorming kamen viele Ideen zusammen. Foto: Greta Gerbeth

Der Saal der "Kaiserlichen Postagentur" in Raddusch war der perfekte Ort für den Escape Room Workshop. Wir hatten genug Platz, um zwei Beispiel-Räume aufzubauen und zu rätseln. Foto: Magdalena Filser

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