Maximilian Grafe im Gespräch mit Nadja Raszewski und Daniela Grosset vom Kollektiv "Kulturland Ogrosen"

Unsere beiden Gäste, Nadja Raszewski und Daniela Grosset, konnten zu Beginn eindrucksvoll die Geschichte der TanzTangente in Berlin beschreiben. Als erste Tanzschule nach dem zweiten Weltkrieg ist sie eine der ältesten Tanzschulen Deutschlands. Die TanzTangente hat ihren Standort und ihre Studios in der Ahornstraße 24 in Berlin Steglitz. Unter dem Motto „bring different people move together“ agiert die TanzTangente seit 1981 in vielfältigen künstlerischen, sozialen und edukativen Kontexten und initiiert kreative Prozesse – interdisziplinär, intergenerativ, interkulturell und international. Auf der Website findet ihr Informationen zu weiteren Projekten wie Parkinson Tanz, Schule in Bewegung und das “Kulturland Ogrosen” in Ogrosen/Vetschau. 

Aktuell betreiben Nadja und Daniela das “Kulturland Ogrosen”. Sie haben dort das Kollektiv „Kulturland Ogrosen“ gegründet und von ihren regelmäßigen Kunstevents in Form von Ausstellungen, Seminaren, Filmvorführungen und Performances in unterschiedlichen Formaten und in Kooperation mit diversen Partner*innen aus Kunst und Bildung erzähltGroße Unterstützung haben die beiden u.a. von Birgit Mitschke, der Vorsitzenden des Heimatverein Ogrosen. Sie gaben einen anschaulichen Einblick in ihre Tätigkeiten und ihr Engagement auf dem Kulturland. Als Choreografin und Tanzvermittlerin sowie Kulturmanagerin und Theaterpädagogin beschreiben sie sich selbst so: „Wir finden immer Lösungen und können uns mit Neuem gut arrangieren.“ So haben sie es zu dem gemacht, was es heute ist. Ihre Leidenschaft und Empathie werden dort nicht nur durch das Tanzen und Schauspiel sichtbar. Auf dem Gelände entwickelt das Kollektiv gemeinsam mit Kooperationspartner*innen aus unterschiedlichen Bereichen Gemeinschaftsgärten, Slowflowering, regenerative Landwirtschaft, Kunst und Kultur weiter. Beispielsweise beschreibt Nadja, dass das Zusammenstellen eines Blumenstraußes für sie eine Choreografie darstellt.  

Zuhörer*innen bei Gesprächsbereit in Raddusch

Nach einer kurzen Pause mit regem Austausch wurde die Veranstaltung durch Publikumsbeiträge bereichert. Verena Schlatt vom HOFfREUDEN in Reuden erzählte über ihr Hofprojekt und die Renovierung des Tanzsaals. Nach einem landwirtschaftlichen Studium hat sie am Rande des Spreewalds gemeinsam mit ihrer Familie die Gärtnerei und Übernachtungsmöglichkeiten in einer ruhigen Umgebung inmitten eines romantischen Gartens geschaffen. Der Blick auf die Website verspricht Urlaubsgefühle. Aktuell bringen sie mit ihrem Format „Dorf Tanz Platz“ im Festsaal HOFfREUDEN neue Bewegungsimpulse in die Region. Hier treffen sich dienstags von 18.30 – 19.30 Uhr Tanzbegeisterte zwischen 18 und 76 Jahren, um sich auszupowern, kleine Schrittkombinationen zu lernen und tanzend in Kontakt zu kommen – alles mit viel Dynamik, Rhythmus, Humor und guter Musik. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, nur die Lust an Bewegung zählt! 

Sabine & Guilain Vernimmen erzählten anschließend von ihrem Tanzhaus ilansalente, dass sie seit Jahrzehnten gemeinsam in Wüstenhain führen. Sie sind zwei Tanzdozenten für Amateurtanz. Ihre Leidenschaft ist das Tanzen, griechischer Volkstanz ebenso wie der Freie und Intuitive Tanz. 

Zum Schluss waren sich alle einig, dass der Abend viel zu schnell vorbeiging. Ein herzlicher Dank geht an unsere Gäste, die auf der Veranstaltung eine so wertschätzende und wohlfühlende Atmosphäre geschaffen haben. Ein Rückblick, der bereits große Vorfreude auf die nächste Veranstaltung am 12.05.2025 schafft. (Anmeldung bald möglich)

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