Rückblick zu Mehrwert: SOLiDACH – von kreativer Nachhaltigkeit und Nachbarschaft
Wie bringt man Menschen in einer dicht bebauten Stadt dazu, gemeinsam Solaranlagen zu installieren? Das Projekt SOLiDACH aus Stuttgart-Süd hat gezeigt, wie weit man kommt, wenn man technische Hürden mit Kreativität, Humor und echter Gemeinschaft verbindet.
Mit ungewöhnlichen Formaten wie dem Solar-Café, einer „Herzblatt-Show“ für PV-Verteilungsmodelle oder spielerischem Solar-Minigolf gelang es Theater Rampe, Bewohner:innen zu aktivieren, Wissen zugänglich zu machen und ein starkes Netzwerk im Quartier aufzubauen. Das ambitionierte Ziel – 10 neue PV-Installationen in nur 1,5 Jahren, davon fünf auf WEGs – wurde fast erreicht. Ein starkes Zeichen dafür, dass kulturelle Einrichtungen eine echte Rolle im Klimaschutz übernehmen können.
Gleichzeitig zeigte das Projekt deutlich, wo Förderlogiken heute an Grenzen stoßen: Ein ergebnisorientiertes Modell gab zwar klare Ziele vor, bremste aber genau jene experimentellen, gemeinschaftsstärkenden Elemente aus, die SOLiDACH so wirksam machten.
Das Feedback führte dazu, dass der Förderer inzwischen ein flexibleres Programm entwickelt hat – ein direkter Projekterfolg über das Quartier hinaus.
Kapitel:
00:00 Begrüßung und Einführung von Max Grafe (Menschenmachenkultur)
07:39 Was ist SOLiDACH?
15:20 Netzwerkaufbau: Zielgruppe erreichen
27:37 Praktische Beispiele kreativer Nachhaltigkeit
32:00 Umwege
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