August, 2021

14aug(aug 14)0:0010okt(okt 10)0:00Kommmen und Gehen - Ein Festival für den Sechsstädtebund

more

Event Details

An verschiedenen Terminen finden im Sechsstädetbund Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban (heute: Lubań), Löbau und Zittau vielfältige Veranstaltungsformate statt.

Die Idee

Das „Kommen und Gehen“ ist ein Klassik-, aber kein klassisches Musikfestival! Es ist Tummelplatz für lautes und mächtiges, virtuoses und rasantes, stilles und kleines Musizieren. Ob als Bühne oder Begegnungsraum, Laboratorium oder Schatzkammer: Das „Kommen und Gehen“ öffnet Ohren neu – nicht nur für Musik. Begegnungen und schöpferische Kooperationen zwischen MusikerInnen unterschiedlicher Stile, kreative Auseinandersetzung mit dem regionalen kulturellen Erbe und aktuellen Fragestellungen, partizipative Workshop-Angebote im interkulturellen Kontext und Kooperationen mit Kultur- und Bildungsträgern der Region bieten mehr als reine Konzerterlebnisse.

Ziele

„Kommen und Gehen“ will in allen Alters-, Sozial- und Interessengruppen neues Publikum für die klassische Musik gewinnen, routinierten KonzertgängerInnen perspektivenverändernde Zugänge bieten und Musik als Moment der Partizipation und gesellschaftsrelevanten Arbeit neu verstehen. Besondere Aufmerksamkeit liegt daher auf der bewussten Konzipierung und Dramaturgisierung von Konzertprogrammen, die einen Kontext auch über den Moment des ästhetischen Genusses hinaus öffnen.

Inhalte und Formate

Auf Schatzsuche…

Nicht nur die Landschaft der Oberlausitz, ihr materielles und immaterielles Kulturerbe sowie ihre transnationale Gegenwart sind die Fundgrube für die Veranstaltungsprogramm des „Kommen und Gehen“. Auch die dunklen Kapitel der Oberlausitz und ihrer Nachbarregionen sind für die Programmgestaltung Inspirationsquelle. Auf dieser Grundlage entwickeln KünstlerInnen in intensivem Austausch mit Bildungs- und Kulturinstitutionen innovative Konzertformate. Dazu gehören beispielsweise Radtouren, die ein simultanes Erleben von Natur und Klang möglich machen, Rundfahrten, die die Oberlausitz gleichzeitig musikalisch und geografisch konturieren und andere Ereignisse auch jenseits des ritualisierten Geschehens im Konzertsaal. So wird das Festival nicht nur für das Publikum zu einem attraktiven Konsum-Angebot, sondern auch eine Plattform für partizipative Konzert-Programme und Kunst-Konzepte mit gesellschaftlicher Relevanz.

… für Alle

Ob als Kreativ-Ort, Identifikationsmoment, Begegnungsraum oder Erbe der heutigen und der zukünftigen Generation – „Kommen und Gehen“ will die vielen Facetten der Musik allen Menschen zugänglich ma-chen. Wichtige Bestandteile des Konzepts sind daher Workshopangebote für verschiedene Altersgruppen, die Zusammenarbeit mit Laienensembles und das Schaffen von Aufführungssituationen, die die normativen Zwänge etablierter Kultur-Institutionen brechen. Die InitiatorInnen wollen die Kulturlandschaft der Oberlausitz mit dem Festival um gemeinschaftsstiftende, ungezwungene Musik-Ereignisse bereichern. In Koope-ration mit lokalen Partner sollen deshalb unter anderem Konzerte ohne feste Bestuhlung, eine flexible Gestaltung der Eintrittspreise und Angebote für gute Erreichbarkeit realisiert werden.

Ungewöhnliche Klang-Orte

Für die Konzertveranstaltungen des „Kommen und Gehen“ werden neue Räume und Stätten erschlossen. Orte wie die Klosterkirche Oybin oder die Gedenkstätte in Bautzen (nicht nur) Musik im Zusammenspiel von Raum und Zeit lebendig werden. Programmbildend ist dabei sowohl das Forschen nach vergangenem Klang aus der Geschichte der Orte als auch das Experimentieren mit ganz neue Kombinationen und Kontexte zwischen Musikstilen und -genres. So entstehen ästhetisch-kreative Brücken zwischen KünsterInnen und HörerInnen gleichermaßen, die zwischen den Kulturen, Sprachen und Generationen vermitteln können.

Dramaturgie und Innovation

Das Potential der Verwirklichung einer strukturellen und inhaltlichen Vision wollen die InitiatorInnen nutzen, um mit dem „Kommen und Gehen“ auch nachhaltige und zukunftsfähige Kulturkonzepte zu entwickeln. Auf kulturpolitischer, auf ästhetischer wie auf bürgerschaftlicher Ebene sollen auch Fragen nach der gesellschaftlichen Verantwortung der Kunst in aktuellen Diskursen gestellt und nach Antworten gesucht werden. Formate und Methoden wie Artistic Research und künstlerische Musikvermittlung, intensive Evaluationsarbeit durch Publikumsgespräche und eine zeitgemäße, flexible digitale Präsenz mit Angeboten für eine breite NutzerInnenschicht sollen einen Mehrwert über das Konzert-Ereignis hinaus schaffen. Gleichzeitig wollen die Mitarbeitenden sich auch im Austausch mit KollegInnen stetig fortbilden, um langfristig modellhafte Konzepte für gesellschaftsrelevante Kulturarbeit im ländlichen und/oder Grenz-Raum entwickeln zu können.

Förderverein Kommen und Gehen – Das Sechsstädtebundfestival! e.V.

Jacobsdörfel 10
D-02747 Strahwalde
+49 176 239 12 463
MAIL (at) KOMMENUNDGEHEN.ORG

Zeit

August 14 (Samstag) 0:00 - Oktober 10 (Sonntag) 0:00

X