Autor: Valentina Troendle

Das Land bedient sich zuerst

Kritik an Umsetzung des »Strukturwandels von unten« in sächsischen Braunkohlerevieren – ein Beitrag von Hendrik Lasch für die deutsche Tageszeitung nd. Beim Kinder- und Jugendring im Landkreis Leipzig ist man der Ansicht, dass junge Menschen beim Strukturwandel in den Kohlerevieren mitreden sollten. »Das ist schließlich die Generation, die mit den Auswirkungen leibhaftig leben muss«, sagt Andreas Rauhut von der Geschäftsstelle. Also stellte man einen Förderantrag für das Bundesprogramm STARK. Es soll unter anderem die Zivilgesellschaft und Kommunen dabei unterstützen, Ideen für den Umbruch in den Revieren zu entwickeln und umzusetzen. Im Februar 2020 reichte der Kinder- und Jugendring die Unterlagen ein – 40 Seiten, die eher »vereinsunfreundlich« gestaltet waren, wie Rauhut formuliert. Erst prüfte das Land die Papiere, dann noch einmal eine vom Bund beauftragte Behörde. »Wir fühlten uns veräppelt«, sagt Rauhut. Die Hoffnung, es könne bald losgehen, wurde durch einen Förderstopp gebremst. Mittlerweile sind 13 Monate seit Antragstellung vergangen. »Wir bleiben guter Dinge«, aber ob das Geld irgendwann fließe, bleibe unklar. Die Antragsodyssee des Vereins ist keine Ausnahme. Vielmehr klemmt es bei der Umsetzung …