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Wie geht es weiter mit der Bürgerregion?

Wie Sie vielleicht wissen, wollen wir unsere Initiative auf stabile Füße stellen und mit einem hauptamtlichen Team aufbauen. Dafür befanden wir uns seit dem letzten Jahr in Antragsverfahren für STARK-Gelder in Brandenburg und Sachsen. Nun wissen wir sicher, dass diese zumindest in Sachsen nicht verfügbar für uns sind. Die dortigen Richtlinien sind bereits überzeichnet. Folglich wurde uns von sächsischer Seite eine Absage für unsere Arbeit erteilt. Nun konzentrieren wir uns als Trägerverein Lausitzer Perspektiven darauf, mit den brandenburgischen Knotenpunkten einen eigenständigen Antrag einzureichen. Wir hoffen, dass dessen Bearbeitung im Februar erfolgt.

Unsere Vision und Gründungsmotivation war es, ein lausitzweites Unterstützungsnetzwerk für Bürger*innen und zivilgesellschaftliches Engagement zu etablieren. Hierfür haben wir seit nunmehr drei Jahren zusammengearbeitet. Im September 2020 haben wir in Hoyerswerda die Initiative Bürgerregion Lausitz offiziell ins Leben gerufen.

Bislang war unsere langfristige Perspektive recht offen. Nun haben wir die Bestätigung erhalten, dass uns die Hände gebunden sind, was die Etablierung einer lausitzweiten Bürgerregion angeht. Deshalb sehen wir uns gezwungen, uns stärker auf die Arbeit in unseren jeweiligen Ländern zu konzentrieren. Während wir in der Niederlausitz weiterhin mit STARK-Geldern rechnen, werden unsere sächsischen Partnerinnen sich um eigene Finanzierungen ihrer Knotenpunktarbeit bemühen. Wir können und wollen unsere Initiative nicht ausschließlich ehrenamtlich weiterführen. Gleichzeitig lässt sich aus für Brandenburg bewilligten Geldern keine Arbeit in der Oberlausitz finanzieren. Als brandenburgische Knotenpunkte und als Trägerverein Lausitzer Perspektiven senden wir außerdem ein wichtiges und notwendiges Signal an das Land Sachsen, indem wir unser dortiges Engagement deutlich reduzieren. Ein Schritt, der uns nach der jahrelangen Aufbauarbeit sehr betrübt, nachdem wir seit 2013 gemeinsam arbeiten!

Die Bürgerregion Lausitz ist und bleibt dennoch eine Wertegemeinschaft und eine „Community of Practice“ aller Lausitzerinnen und Lausitzer. Wir setzen wir uns weiterhin dafür ein, eine gemeinsame Lausitz und eine gemeinsame Strukturentwicklung zu priorisieren. Diesem Selbstverständnis und Anspruch bleiben wir treu. Unsere Ideale bleiben „eine Lausitz“ und „eine Bürgerregion Lausitz“. Nichtsdestotrotz müssen wir uns aktuell auf unsere jeweilige Arbeit in Brandenburg und Sachsen konzentrieren. In der Zukunft hoffen wir, eine Gesamtkoordinierung bewerkstelligen zu können.

Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir als gemeinsame Aktion auch für das Jahr 2022 eine Bürger*innen-Konferenz ankündigen können. Wir werden Raum und Gelegenheit dafür schaffen, dass Menschen zusammenkommen, die in der Lausitz leben, wirken und sich engagieren. Gemeinsam wollen wir geteilte Visionen für eine lebenswerte Region weiter entwickeln und damit die Grundlage für neue tragfähige Vorhaben schaffen. Wir freuen uns auf dieses Projekt mit dem Arbeitstitel „Lausitz Connect! Menschen verbinden ihre Region“ und halten Sie auf diesem Weg auf dem Laufenden. Außerdem sind wir auch stets offen für Ihre Ideen – tragen Sie gerne Impulse an uns heran!